20 Jahre Erfahrung. Eine Überzeugung: Du kommst weiter, als du denkst.
Ich arbeite seit über zwanzig Jahren mit Menschen, die sich besser bewegen wollen. Angefangen habe ich 2003, mit Anfang zwanzig – in einer Zeit, in der Training vor allem Gerätetraining hieß. Seitdem habe ich viel gesehen, viel ausprobiert und vor allem eines gelernt: Der Körper ist keine Maschine, die man nach Plan bedient.
Das habe ich am eigenen Leib erfahren. Mit Mitte zwanzig hatte ich drei Bandscheibenvorfälle gleichzeitig, von L3 bis S1. Mehrere Ärzte sagten mir, mit Training sei es vorbei. Ich habe mich stattdessen auf die Suche nach anderen Ansätzen gemacht – nach Trainern, die anders dachten. Innerhalb eines Jahres war ich schmerzfrei, beweglicher und leistungsfähiger als jemals zuvor. Und bin es bis heute geblieben.
Diese Erfahrung prägt bis heute, wie ich arbeite. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Körper nicht mehr mitmacht. Und ich habe gelernt, einen Befund als das zu sehen, was er ist: eine Momentaufnahme. Ein Bild zeigt, wie es heute aussieht – nicht, wie es bleiben muss. Was daraus wird, entscheidest du. Und diese Entscheidung ist der eigentliche Anfang – alles Weitere ist Arbeit, die sich lohnt. Meine Erfahrung nach zwanzig Jahren: Wer dranbleibt, kommt fast immer weiter, als er zu Beginn für möglich gehalten hätte.
Der Weg dorthin
Angefangen hat alles mit sechzehn, mit Lang- und Kurzhantel und einem Trainingspartner. Drei Jahre lang die Basics – Bankdrücken, Rudern, Klimmzüge. Daraus wurde eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann und eine Zeit als Trainer in einer Gesundheitseinrichtung. Bis die Bandscheibenvorfälle kamen.
Was danach folgte, war eine Suche. Der erste Workshop bei Steve Cotter, zwei Tage, zwanzig Trainingsstunden – und die Erkenntnis, dass allein sein Aufwärmprogramm anspruchsvoller war als alles, was ich bis dahin Training genannt hatte. Danach ging es mir besser als in den vier Wochen zuvor. Es folgten Jahre bei Trainern, die anders dachten: Kettlebell, Mobility, natürliche Bewegung.
2009 eröffnete ich mein eigenes Gym – eine Functional-Fitness-Box, die ich zehn Jahre lang führte und Ende 2019 erfolgreich weitergab. Parallel dazu arbeitete ich freiberuflich für Unternehmen: Bewegungskurse, Gesundheitstage, Workshops, Seminare. Später leitete ich das betriebliche Gesundheitsmanagement eines Unternehmens als eigene Stabsstelle – Konzepte entwickeln, Trainingsräume aufbauen, Menschen vom Schreibtisch abholen und in Bewegung bringen.
Heute liegt mein Fokus auf Movement – einer Bewegungspraxis, die weit über klassisches Training hinausgeht. Inspiriert unter anderem von Ido Portal, vor allem aber von der eigenen täglichen Praxis: ausprobieren, testen, weitergeben.
Wie ich arbeite
Jede Stunde folgt einem Bogen. Wir beginnen dort, wo es klemmt, mobilisieren von der Körpermitte nach außen und steigern die Intensität schrittweise – bis sie zum Ende hin wieder abflacht. Aufbauen, fordern, ausklingen lassen. Das ist der Rahmen, kein Schema: Manche Klienten verbringen die ersten Stunden vor allem damit, herauszufinden, wo sie eigentlich hinwollen. Auch das ist Training.
Bewegung statt Übungen
Der Körper ist keine Ansammlung von Muskelgruppen. Wir arbeiten an Gelenken bis in ihre Endpositionen, an Bewegungen nah am Boden, am Wechsel zwischen unten und oben. Warum? Weil der Boden im Alter zum Gegner wird, wenn man ihn nie besucht hat. Die meisten Stürze passieren im Haushalt – und wer sich abfangen kann, wer weiß, wie er wieder hochkommt, bewegt sich anders durch seinen Alltag. Sicherer, aufrechter, freier.
Der Raum
Ich trainiere in einem Raum aus Holz und Naturmaterialien – Sprossenwand, Slim Beam, Sprungkasten, viel freie Fläche. Das ist kein Zufall. Wer einen Raum voller Maschinen betritt, bewegt sich wie eine Maschine. Wer eine Sprossenwand vor sich hat, klettert. Umgebung formt Bewegung, und deshalb baue ich sie so, dass sie einlädt statt vorschreibt. Und weil sich vieles besser draußen erschließt, trainieren wir auch dort.
Manchmal braucht es die Hände
Nicht jede Einschränkung lässt sich wegtrainieren. Wenn eine Region so verspannt ist, dass sie regelrecht blockiert, arbeite ich auch manuell – mit Techniken aus der Faszien- und Triggerpunktarbeit.
Wie sich das anfühlt, hängt vom Gewebe ab. Bei stark belasteten Stellen kann es unangenehm bis schmerzhaft sein, an anderen wohltuend und kribbelnd. Ich sage dir vorher, was dich erwartet, und wir sprechen während der Arbeit miteinander – du bestimmst, wie weit wir gehen.
Das ersetzt kein Training. Aber es öffnet oft erst die Tür dazu: Was sich vorher nicht bewegen ließ, wird wieder zugänglich.
Mehr als Training
Ich bin kein Therapeut und heile niemanden. Aber ich höre zu. Wenn jemand mit einem Anliegen kommt, stelle ich Fragen – nicht, um Antworten zu liefern, sondern weil die richtige Frage oft schon weiterbringt. Viele merken erst hier, wie sehr ihnen das gefehlt hat.
Was du mitbringen solltest
Bereitschaft. Regelmäßig aufzutauchen, auch wenn der Tag ungünstig liegt. Dranzubleiben, wenn es fordernd wird. Und nicht aufzugeben, wenn ein Rückschlag kommt – denn er kommt. Den Rest machen wir gemeinsam.
Ausbildung und Qualifikationen
Sport- und Fitnesskaufmann (IHK)
Staatlich geprüfter Lehrer für Fitness (BSA Academy)
Fitnesstrainer A- und B-Lizenz sowie Gesundheits-, Ernährungs- und Kardiotrainer (BSA Academy)
Trainer für rehabilitatives Gerätetraining und Sportrehabilitation (BSA Academy)
Certified Kettlebell Teacher (IKFF), Level 1 und 2
MovNat, Level 1 und 2
TACFIT Field Coach (RMAX International)
Manuelle Triggerpunkt- und Faszientechniken (ITF)
Psychologischer Berater (Laudius Akademie)
Fortbildungen in Sport- und Entspannungsmassage